Christine Lagarde und mehrere Kollegen der EZB haben am Freitag gegen einen Vorschlag des Bruegel-Denkwerks Stellung bezogen, der die Liquiditätsanforderungen für Euro-Stablecoin-Emittenten gelockert und ihnen einen EZB-Backstop eröffnet hätte – eine Rolle, die die Zentralbank ausschließlich den beaufsichtigten Banken zuschreibt. Die geschlossene Ablehnung kam bei einem informellen Treffen der EU-Finanzminister und Zentralbankgouverneure in Nikosia, Zypern.
Das Hauptargument der EZB: Wenn Stablecoin-Emittenten in großem Umfang Einlagen aus europäischen Banken abziehen, würden die Finanzierungskosten der Kreditgeber steigen und ihre Fähigkeit zur Kreditvergabe eingeschränkt. Lagarde hat dies konsequent betont – Anfang dieses Monats sagte sie auf einem Forum der Banco de España, dass jeder Vorteil für die internationale Stellung des Euro durch einen florierenden Stablecoin-Markt durch Risiken für die finanzielle Stabilität und die Übertragung der Geldpolitik übertroffen wird.
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